Rema Days Warschau 2016: Neuer Ort, neue Chancen und Herausforderungen

Rema Days Warschau 2016: Neuer Ort, neue Chancen und Herausforderungen

Foto: Swiat Druku.

Für die zwölfte Ausgabe der Rema Days vom 16. bis 18. Februar 2016 entschieden sich die Veranstalter GJC Inter Media für einen neuen Ort, das Warschau Expo Zentrum in Nadarzyn. (LARGE FORMAT 3/16)

Für die Messe, die als größte und wichtigste für die polnische Druck- und Werbetechnik-Branche gilt, war es die Premiere in dieser neuen, sehr viel größeren Veranstaltungshalle. Diese liegt vom Warschauer Stadtzentrum etwa eine halbe Pkw-Fahrstunde entfernt. Mit einer Brutto-Ausstellungsfläche von 35.000 qm bot das Warschau Expo Zentrum wesentlich mehr Raum für Messestände, Besucher und Rahmen­programm. Die Rechnung ging auf: Rund 770 Unternehmen aus Polen wie dem Ausland nahmen als Aussteller teil, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von einem Drittel. Bereits am ersten Tag zeichnete sich auch ein deutlich größerer Besucherzuspruch ab, so dass bis zum Ende der Veranstaltung 19.000 Gäste gezählt wurden, auch dies ein neuer Rekord und ein Wachstum von 15 Prozent im Vergleich zu 2015. Besonders erfreulich entwickelte sich die Zahl der ausländischen Besucher, sie wuchs nach Veran­stalterangaben um massive 227 Prozent. 

Durch den großzügigeren Grundriss waren 14 Ruhe- und Treffpunktflächen eingerichtet, auf denen auch jeweils Bars für das leibliche Wohl sorgten. Die Veranstalter nutzten die zusätzliche Fläche zudem, um drei Kioske zur Besucher­registrierung inklusive Garderobenräumen aufzubauen, so dass sich der Besucherstrom besser kanalisierte und Wartezeiten verkürzt wurden. Mit 5.500 Parkplätzen gab es genug Platz für alle, die mit dem Auto anreisten, alternativ wurde ein kostenloser Bus-Service angeboten. All diese Faktoren trugen zu einer gelungenen Messe bei.

Allerdings gab es auch Kritikpunkte, vor allem deshalb, weil die Infrastruktur nicht in allen Punkten einer Veranstaltung dieser Größe angemessen war: Internet- und Mobilfunkempfang erwiesen sich als mangelhaft, was die Kommunikation auf der Messe deutlich erschwerte. Auch bezüglich der Toiletten beschwerten sich viele Besucher. Die Veranstalter GJC Inter Media sahen sich während der Messe nicht in der Lage, die angeführten Probleme zu beheben. Sie stehen jedoch in regem Kontakt mit dem Hallenbetreiber, der für die kommende Ausgabe der Rema Days deutliche Besserung gelobt hat. 

Die Oscars der polnischen Druckbranche

Bereits traditionell werden auf den Rema Days die Crown Advertising-Statuen für herausragende
Errungenschaften in der Branche vergeben. Zu den Preisträgern zählten Out & Indoor Systems, Giftsworld, Technology Park und Print Show. Ebenfalls am ersten Messetag erfolgte die Bekanntgabe des Innovationspreises, der in Gold, Silber und Bronze für die spannendsten Produkte des Jahres ausgelobt wurde. Am 17. Februar hielten vor allem die Besucher den Atem an: Wer seine Visitenkarte in die Lostrommel geworfen hatte, durfte auf eine Harley-Davidson Street 750
hoffen. Der glückliche Gewinner hieß Radosław Aleksander Mastalski von RM Studio Radosław Mastalski. Der letzte Messetag war den Wett­bewerben ,,Gifts of the Year” und ,,Catalogue of the Year” vorbehalten, die prestigeträchtigen Preise wurden während des ,,Solid Work in
Business”-Partner-Frühstücks bekanntgegeben.

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem polnischen Fachmagazin Swiat Druku, das auch die Bilder beisteuerte. Übersetzung: Sonja Angerer.

Rema Days Warschau 2016: Neuer Ort, neue Chancen und Herausforderungen
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