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Varta Microbattery für gedruckte Batterien ausgezeichnet

Die Redaktion des Fachmediums DESIGN&ELEKTRONIK hat zum ersten Mal den „Innovator des Jahres“ gesucht. Etwa 1500 Leser wählten die Preisträger in insgesamt acht Kategorien. In der Kategorie Analogtechnik und Stromversorgung ist VARTA Microbattery für seine gedruckten Batterien mit einem Preis ausgezeichnet worden. Mit der Wahl zum „Innovator des Jahres“ will die Redaktion die Stars hinter den Produkten für die von ihnen entwickelten Top-Technologien auszeichnen. 

Ralf Higgelke (li.) von „Design und Elektronik“und Rainer Hald, Chief Technology Officer VARTA Microbattery.

Nach der Preisverleihung: Ralf Higgelke (li.) von „Design und Elektronik“/Weka Fachmedien und Rainer Hald, Chief Technology Officer VARTA Microbattery. Foto: Varta 

Elektronische Bauelemente und Anwendungen können ganz oder teilweise über Druckverfahren hergestellt werden. Die Vorteile der gedruckten Elektronik im Gegensatz zur konventionellen: die Herstellung ist einfacher und kostengünstiger, die Anwendungsmöglichkeiten sind noch vielseitiger. Auch das Thema gedruckte Batterien rückt in diesem Zusammenhang stärker in den Mittelpunkt. Ob in der Boom-Branche Lebensmittel-Lieferservice oder bei Organtransport-Behältern und Blutkonserven – gedruckte Batterien finden vielfältige und wichtige Anwendungen.

„Die gedruckte Elektronik entwickelt sich stetig voran und gerade die gedruckte Batterietechnologie wird zukünftig in vielen Applikations-Bereichen Innovationssprünge ermöglichen“, wie Herbert Schein, CEO der VARTA AG, erläutert.

Partner für Forschung und Wissenschaft

VARTA Microbattery beteiligt sich an zahlreichen Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Kommission. Der Batteriekonzern erforscht die gedruckten Batterien in elektrochemischen Systemen und ist Partner für Universitäten und Wissenschaft in punkto Batterie-Kompetenz und Batterie-Innovationen.

Auf der LOPEC 2017 stellte VARTA Microbattery unter anderem die Projekte „Komplexe Systeme in Folie“ (KoSif), Print Energy, Zinc-Air Secondary (ZAS) und „Bringing Innovation by Scaling up nanomaterials and inks for printing“ (BASMATI) vor. Bei dem Forschungsprojekt KoSif arbeiten Unternehmen und Forscher gemeinsam an biegbaren und autonomen Sensorsystemen. Beim Print Energy Projekt geht es darum, wiederaufladbare Zink-Luft Batterien als rein gedruckte Technologie herzustellen. Die Komponenten sollen so entwickelt und designt werden, dass sie wie eine Zeitung oder ein Katalog gedruckt werden können.

Medizin-Transportservice - ohne gedruckte Batterien nicht denkbar

Gedruckte Batterien werden beispielsweise etwa bei Temperaturloggern angewendet, die man beim Lebensmittel-Lieferservice braucht, um die Kühlkette zu kontrollieren. Auch bei Organtransport- Behältern oder Blutkonserven-Transfers, die stets zwischen fünf bis acht Grad konstant gehalten werden müssen, kommen die Batterien zum Einsatz. „Die Temperaturlogger zur Überwachung der Kühlkette sehen wir als ein gegenwärtiges und zukünftiges großes Anwendungsfeld der gedruckten Batterie. Dafür sprechen immer mehr Richtlinien zur Überprüfung von Kühltransporten – hier spielt die Leistung der gedruckten Batterie die zentrale Rolle“, sagt Rainer Hald, Chief Technology Officer, der sich über die Auszeichnung, die er stellvertretend für das gesamte Forschungs- und Entwicklungsteam entgegen nahm, besonders freut.

Weitere Anwendungen finden gedruckte Batterien in CO2-Sensoren zur Regelung von Ampelsystemen in Ballungsräumen und Großstädten, um Smog zu reduzieren. Gedruckte Elektronik gehört zu den Schlüsseltechnologien im IoT-Umfeld und zählt somit zu den spannenden Zukunftsmärkten. 

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